Dritte Sitzung des Dormagener Stadtrates gerät zum Armutszeugnis der Demokratie – Bürgermeister Hoffmann dünnhäutig und mundfaul wie nie
Die dritte Sitzung des Dormagener Stadtrates am gestrigen Donnerstag hatte es in sich. Neben der Einbringung des Haushaltsplanes durch Kämmerer Cyprian, der analog zu einem Haushaltssicherungskonzept aufgestellt ist, hatte der Rat auch über das Bürgerbegehren der Zentrumspartei gegen die Wahl eines weiteren Beigeordneten zu entscheiden. Pro NRW konnte den Verlauf der Ratssitzung wie gewohnt inhaltlich dominieren und wusste zahlreiche Unterstützer in den Reihen der Zuschauer.
„Herr Bürgermeister, benehmen Sie sich wie ein Demokrat!“
Schon seit einigen Tagen fand über die Medien ein unrühmliches Gezerre um das Bürgerbegehren der Zentrumspartei gegen die Wahl eines weiteren Beigeordneten statt. Bürgermeister Hoffmann blieb schließlich nichts anderes übrig, als die geplante Wahl eines Beigeordneten von der Tagesordnung zu nehmen und so dem Bürgervotum feige auszuweichen. Das wusste der Vorsitzende der ZENTRUM-Fraktion Woitzik dann auch mit den Worten zu kommentieren: „Herr Bürgermeister, benehmen Sie sich wie ein Demokrat!“ Hoffmann reagierte wie gewohnt dünnhäutig und hatte im Verlauf der Sitzung auch deutliche Schwierigkeiten, seine nicht vorhandenen Kompetenzen auszugleichen und geriet bei den Fraktionsnamen regelmäßig durcheinander.
„Quantensprung der Demokratie!“
Insbesondere bei der BfD-Fraktion und der Fraktion pro NRW rief das Bürgerbegehren großes Lob hervor. Dr. Krueger (BfD) bezeichnete es als „Quantensprung der Demokratie“ und die Fraktion pro NRW hatte sogar einen eigenen Resolutionsantrag eingebracht, um eine möglichst große Bürgerbeteiligung bei der Besetzung von Beigeordnetenstellen für die Zukunft festzuschreiben. Das war dann allerdings für Hoffmann und den stets wimmernden CDU-Fraktionsvorsitzenden zu viel des Guten. Hoffmann wollte den Antrag mit einem Taschenspielertrick unter den Tisch fallen lassen, Wimmer erklärte den Bürgerwillen rundheraus für rechtswidrig. Am Ende wurde die Resolution vom Rat abgelehnt. So mag das Bürgerbegehren zwar ein Quantensprung der Demokratie gewesen sein, außer pro NRW, BfD und ZENTRUM wollte dabei allerdings niemand ernsthaft mitspringen. Der Bürger stört eben beim schamlosen Klüngeln. Da sind die etablierten Raffkes von CDU, SPD, Grünen und FDP lieber unter sich.